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Vögel im Allgemeinen

Tauben

Die verwilderte Haustaube ist eine weit verbreitete Vogelart. Es wird geschätzt, das mehr als 500 Millionen Tauben weltweit in den Städten leben. Sehr zur Freude vieler Städter, aber auch zum Leidwesen vieler Hausbesitzer, Kirchen und
Stadtverwaltungen.

Städte bieten einen Idealen Lebensraum für Tauben. Sie ernähren sich von Samen, Früchten und anderen weichen Pflanzenteilen, die Sie z.B. in Markt-, Hafen- und Schulhofabfällen oder Abfällen der Futter- und Nahrungsmittelindustrie finden. Leider werden immer noch Tauben in den Parks gefüttert, obwohl es in den meisten Kommunen verboten ist.

Die am häufigsten vorkommende Taube ist die Felsentaube. Sie ist etwa 33 cm lang, hat eine Flügelspannweite von etwa 63 cm und wiegt ca. 330g. Es gibt keine äußerlichen Merkmale Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Kopf, Hals, Brust und Rücken sind blaugrau mit bei den Menschen ausgeprägter glänzend gelblich, grünlich und rötlich-violett schimmernder Färbung den Nacken entlang und an den Schwingen. Der Schwanz und die Flügelspitzen sind dunkel, die Flügel haben zwei schwarze Streifen. Der Schnabel ist dunkelgrau bis pink. Sie hält sich meistens an Felsenklippen, an der Meeresküste, im Landesinneren, in Berggebieten, aber auch als Straßentaube Weltweit in Städten auf.

Die Ringeltaube ist mit 38-43 cm um einiges größer als eine Straßentaube. Ihre Flügelspannweite beträgt 75 bis 80 cm. Man erkennt Sie an ihrem weißen „Halsband“, Kopf und Rücken sind blaugrau, Schwanz- und Flügelspitzen sind dunkel. Die Brust ist etwas heller graurosa, die Iris ist gelb. Ihr Gewicht liegt zwischen 460 bis 570 g. Sie hält sich in Wäldern, Parks , Feldgehölzen, Mooren, aber auch in Städten und Dörfern auf.

Die Hohltaube ist 32 cm groß, hat eine Flügelspannweite von ca. 70 cm und wiegt etwa 350g. Ihre Brust ist blassrötlich, die Seiten, das Hinterteil und der Hals sind grün, das Gefieder ist blaugrau und ohne weiße Farbe. Zu ihrem Lebensraum gehören Waldinseln in offener Landschaft, die aus Laub-, Misch- und Kiefernwäldern bestehen.

Die Türkentaube ist etwa 32 cm groß, hat eine Flügelspannweite von 47 bis 55 cm und wiegt ca. 150 bis 200 g. Ihr Gefieder ist hell – beigebraun, nur an den Flügelspitzen etwas dunkler und am Kopf und Unterseite ein wenig heller. Am auffälligsten ist Ihr schwarzer Nackenring. Sie halten sich die meiste Zeit in Parks und Gärten auf. Sie sind immer in der nähe von Siedlungen und nutzen Nadelbäume, um zu brüten.

Sperling – Haussperling

Der Haussperling ist eine Vogelart in der Familie der Sperlinge und wird auch Spatz genannt. Er ist nur 14 – 16 cm groß und hat ein Gewicht von 30 g. Im Normalfall wird er zwischen 4 und 5 Jahre alt. Sein Gefieder ist unauffällig graubraun gefärbt, sein Schnabel ist kräftig. Die Geschlechter unterscheiden sich lediglich in Ihrer Färbung. Die Männchen sind etwas auffälliger und kontrastreicher, sie haben eine schwarze Kehle, weiße Wangen, einen grauen Scheitel, braune Streifen an den Kopfseiten. Der Rücken sowie die Flügel sind in verschiedenen Brauntönen gefärbt. Ihr graubrauner Kopf hat einen hellen Überaugenstreifen.

Sie halten sich in der nähe von oder an Häusern auf, um Ihre Nester unter Dachpfannen zu bauen. Bereits seit mehreren Jahren verringert sich der Bestand der Sperrlinge. Es wird geschätzt, dass seit Anfang der 70er Jahre sich Ihre Anzahl um die Hälfte reduziert hat. Das liegt zum einen an dem geringeren Nahrungsangebot und zum anderen an den Häusersanierungen und Fassadenversiegelungen, die es dem Sperling erschweren zu nisten. Sperlinge halten sich öfters bei Lebensmittelunternehmen bzw. Supermärkten auf, um nach Nahrung zu suchen. Dabei suchen sie nicht nur vor dem Eingang sondern fliegen auch in das Gebäude hinein. In so einem Fall wird es schwer sein, die Sperlinge wieder aus dem Gebäude entfernen zu können. Die Spatzen „Falltür“ Falle (Foto) ist zur Anwendung innerhalb von Gebäuden konzipiert.

Stare

Stare sind eine artenreiche Vogelfamilie. Es gibt 25 Gattungen und ca. 115 Arten. Sie haben einen gelben Schnabel, schwarze Federn und kräftige Füße. Die Nester werden bei den meisten Arten in Hohlräumen gebaut. Sie sind sehr gesellige Vögel und leben gerne im offenen Feld. Dabei ernähren sie sich von Insekten und Früchten. Es gibt aber auch Arten, die Allesfresser sind und sich eher um Siedlungen aufhalten.

Gesundheitsgefahren

Es gibt verschiedene Krankheiten, die Vögel auf Menschen und Tier übertragen können. Die wohl bekannteste ist die Vogelgrippe (Aviäre Influenza; Geflügelpest). Sie ist eine Tierseuche, die durch ein Virus mit der Bezeichnung H5N1 übertragen wird. Vor allem Geflügel und wildlebende Vögel sind davon betroffen. Es ist bekannt , dass das Virus auf Säugetiere, aber auch auf Menschen überspringen kann. Eine Infektion beim Menschen ist aber erst dann möglich, wenn ein enger Kontakt zu den erkrankten Tieren besteht. Die Vögel scheiden das Virus mit dem Kot aus, so dass das Einatmen von verseuchtem Staub oder mangelnde Händehygiene die hauptsächlichen Übertragungswege sind. Bereits 2 – 3 Tage nach der Ansteckung bricht die Krankheit aus. Zeichen dafür sind wie bei einer schweren Grippe, hohes Fieber, Kopf- und Halsschmerzen, Husten , Gliederbeschwerden und Lungenentzündung. Es können noch Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen auftreten. Als Komplikation tritt häufig Lungenversagen auf. Bisher ist etwa die Hälfte der Kranken gestorben. Personen, die in Kontakt mit infizierten Tieren stehen, sind verpflichtet, sich durch entsprechende Schutzmaßnahmen zu schützen.

Eine weitere Krankheit ist die Salmonellose, Salmonellen sind bewegliche Bakterien, die mit dem Kot, dem Speichel, mit der Kropfmilch und infizierten Eiern ausgeschieden werden. Die Infektion bei einem Menschen führt nach 12 bis 24 Stunden zu Fieber mit Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen und heftigen wässrigen Durchfällen. Symptome klingen je nach Funktion des Immunsystems nach 2 – 3 Tagen wieder ab. Allerdings können sie bei älteren Menschen und Kindern / Babys zum Tod führen.

Die Ornithose ist eine akute Infektionskrankheit, die vom Bakterium Chlamydia psittaci verursacht wird. Die Bakterien leben in Eingeweiden von Infizierten Vögeln und sind im Kot, in Augen und nasalen Sekreten enthalten. Die Übertragung von Tier auf Mensch kann durch Kontakt mit Kadaver, Nistmaterial, infizierten Federn oder durch das Einatmen von Fäkalstaub oder durch Tröpfcheninfektion erfolgen. Die Krankheit bricht nach 1-2 Wochen aus und beginnt mit Kopf- und Gliederschmerzen. Danach kommt es zu langsam ansteigenden Fieber und Husten. Dieses Krankheitsbild ähnelt einer Lungenentzündung und kann in leichten Fällen grippeähnlich verlaufen. Es können Herzmuskelentzündungen (Myokarditis), Kreislaufversagen, Thrombosen und Embolien vorkommen.